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am 12. Oktober 2015

Umweltgifte in der Land­wirt­schaft

- Gibt es eine Alternative?

Dem Bio-Landbau gehört die Zukunft!

Davon zeigte sich NAbg. Wolfgang Pirklhuber, Sprecher der Grünen für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit, bei der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der Grünen Bad Vöslau überzeugt.

Pirklhuber zeigt zunächst einen verhängnisvollen Kreislauf auf. Pflanzen werden zunehmend resistent gegen Umweltgifte. In der Folge kommen immer noch mehr und noch stärkere Herbizide zur Anwendung. Große Monokulturen, der ausufernde Fleischkonsum und die Macht der Chemiekonzerne verstärken diese Tendenz. Pirklhuber stellt eine Reihe von Studien vor, die die schädliche Wirkung von systemischen Herbiziden wie Glyphosat oder von Neonicotinoiden beweisen.

In der Entwicklung hin zu einer kleinbäuerlich strukturierten biologischen Landwirtschaft sieht Pirklhuber nicht nur eine Alternative zum konventionellen Landbau, sondern auf lange Sicht schlichtweg die Lösung der Frage der Ernährungssicherheit weltweit.

Dass „bio“ Zukunft hat, offenbarten auch die Diskussionsbeiträge aus der bei der Veranstaltung prominent vertretenen Bad Vöslauer Weinbauernschaft: Zum einen werden chemische Pflanzenschutzmittel schon allein aus Kostengründen und Eigenschutz möglichst sparsam eingesetzt, zum anderen wird mehr und mehr mit biologischen Alternativen experimentiert. Besonders die Nachwuchsgeneration zeigt starke Affinität zur ökologischen Wirtschaftsweise. Laut aktuellem Grünen Bericht des Lebensministeriums werden in Österreich bereits 11,5 Prozent der heimischen Rebfläche biologisch bewirtschaftet. Allein im Jahr 2014 wurde die Bio-Weinfläche um sechs Prozent ausgeweitet.

In einer fortschreitenden Ökologisierung der Landwirtschaft sehen die Grünen neben dem obersten Ziel der Entlastung von gefährlichen Umweltgiften wie Glyphosat oder Neonicotinoiden auch eine Emanzipation von den mächtig lobbyierenden Chemiekonzernen, deren Aktivitäten einzig und allein der Profitmaximierung untergeordnet sind.