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am 1. Oktober 2014

Remise und Umgebung retten

Eva Mückstein - Riesiges Betriebsgebiet beschlossen - Droht Vöslau eine ökologische Katastrophe?

Seit eineinhalb Jahren warnen die Grünen immer wieder vor der drohenden Zerstörung des Naherholungsgebietes Remise und Umgebung. Immer wieder wurde uns "Panikmache" vorgeworfen. 

Befürchtungen leider bestätigt

Die Ausbaupläne gehen laut einem nun vorliegenden Masterplan noch viel weiter als gedacht. Nicht wie ursprünglich befürchtet 70 Hektar, sondern sogar 108 Hektar sollen Betriebsgebiet werden - eines der größten Österreichs. 

Nur die Remise und kleine Ökoflächen in der Größenordnung von 76,8 Hektar sollen erhalten bleiben,

Aber auch das Überleben der Remise und der umliegenden Biotope ist durch großflächige Verdauung und Versiegelung bedroht. Das neue Betriebsgebiet widerspricht zudem allen nationalen und internationalen Appellen, die zunehmende Flächenversiegelung zu stoppen.

Aus für Kiebitz, Nachtigall und Reh - Zerstörung eines Paradieses

Das Betriebsgebiet soll in einem ökologisch hochsensiblen Gebiet entstehen. Langes Zypergras, dreihörniges Labkraut und Venuskamm sind von der Aufschließung ebenso bedroht wie der geschützte Kiebitz und eine Rotwildpopulation. 

Fehlende wirtschaftliche Sinnhaftigkeit

Unverständlich ist das Projekt auch deshalb, weil es in Bad Vöslau ohnehin genügend freies Betriebsgebiet gibt. Auch die umliegenden Gemeinden versuchen sich seit Jahren erfolglos mit Betriebsgebieten. Große gewidmete Flächen stehen seit Jahren leer. 

Massive Zunahme von LKW- und PKW-Verkehr - Verlust von Pufferzone zwischen Autobahn und Wohngebiet

Die ohnehin schwer geprüften Vöslauer müssen durch bis zu 300 zusätzliche Betriebe eine weitere Verschärfung der Verkehrssituation hinnehmen. Durch das Wahnsinnsprojekt geht auch der natürliche Schutzkorridor gegen Lärm, Feinstaub und andere Luftschadstoffe zwischen Autobahn und Wohngebiet verloren. 

Für ein lebenswertes Bad Vöslau - über 100 VöslauerInnen unterstützen aktiv ein Naturschutzgebiet "Remise und Umgebung"

Im Fall einer Beteiligung an der nächsten Stadtregierung werden wir Druck machen, damit so ein Beschluss so schnell wie möglich wieder rückgängig gemacht wird. 

Eva Mückstein im Gespräch bei der Informationswanderung in der Remise am 15.9.2013