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am 21. Oktober 2014

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Monster-Betriebsgebiet in Bad Vöslau noch schlimmer als angekündigt

- 107,8 ha Betriebsgebiet beschlossen

"Masterplan" der Liste Flammer in Bad Vöslau

Vöslau droht eine ökologische Katastrophe - Mehrheitsliste Flammer beschließt am 24.09.2014 im Gemeinderat gigantische 107,8 ha Betriebsgebiet 

Bereits im März 2013 kam es zu einem harten Schlagabtausch zwischen den Grünen und Bürgermeister Prinz wegen der Ausmaße des beabsichtigten Betriebsgebietes zwischen Flugfeldstraße, Wiener Neustädterstraße, Südbahntrasse und Ortsgrenze Sooss. 

  • Wir Grüne errechneten damals, dass 730.000 m ökologisch wertvolle Flächen verbaut und versiegelt werden sollen. Bürgermeister Prinz warf uns damals mangelnde politische Glaubwürdigkeit und falsche Darstellung vor. Prinz behauptete, es handle sich bei den 70 ha bloß um das Untersuchungsgebiet. Auf den Schutz der zahlreichen wertvollen Biotope in dieser Gegend und deren Vernetzung werde „selbstverständlich Rücksicht“ genommen (siehe z. B. Badener Zeitung vom 14.03.2013). Eineinhalb Jahre später liegt nun der Masterplan vor und die Ausbaupläne gehen noch viel weiter als gedacht. 
  • Laut Flächenaufstellung umfasst das Untersuchungsgebiet nunmehr nicht nur 70 ha, sondern 184,6 ha. Eine komplizierte Aufspaltung in Frei-, Gewerbe- und Verkehrsflächen soll darüber hinwegtäuschen, dass insgesamt nicht weniger als gigantische 107,8 ha für Betriebe zur Verfügung gestellt werden sollen. Nur die Remise und kleine Ökoflächen in der Größenordnung von 76,8 ha sollen laut Masterplan erhalten bleiben. 
  • Feuchtwiesen, seltene Pflanzen und Tiere brauchen ihre ursprünglichen Lebensräume, um überleben zu können. Auch die Remise ist unseres Erachtens langfristig durch Drainagierung und großflächiger Versiegelung in der Umgebung bedroht.
  • Nun versucht der Bürgermeister seine Interessen scheibchenweise durchzusetzen. In der nächsten Gemeinderatssitzung soll wertvolles Grünland bereits großflächig auf Betriebsgebiet umgewidmet werden.
  • Wir werden alle Mittel ausschöpfen, um die sinnlose Zerstörung dieses Gebietes zu verhindern.