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am 19. April 2015

Betriebsgebiet Nord trotz 5 ha Leerstand

Helga Krismer, Eva Mückstein - Presseaussendung 18.4.2015

Bad Vöslau ist Bodenbündnisgemeinde?

Grüne/ Krismer/Mückstein:

Wie sehr Sonntagsreden und Schönwetterkampagnen mit der Realität zu tun haben, sieht man in Bad Vöslau. Als Bodenbündnisgemeinde, die sich den geringstmöglichen Verbrauch von Boden auf die Fahnen heften sollte, wird ein großes Gewerbegebiet Nord gewidmet. Die Aussagen von Bgm. Prinz rufen die Grüne Bezirkssprecherin Helga Krismer auf den Plan: „Bedauerlicherweise hat auch das Land keine Zusammenschau in der Region gemacht: Wir haben viele ha Gewerbegebiete leer stehen. Davon alleine 5 ha in Bad Vöslau selber. Da darf es eigentlich kein grünes Licht geben. Und wir reden noch gar nicht davon, dass es dort um Naturraum geht. Als Bodenbündnisgemeinde hätte Bad Vöslau nie eine solche Umwidmung machen dürfen. Ich verstehe auch nicht, wie der für Bodenbündnis UND Raumordnung zuständige LR Pernkopf da einfach zuschauen kann.“

Die Landtagsabgeordnete verweist in diesem Zusammenhang auf das zu beschließende Strategiepapier fürs Industrieviertel, wo der enorme Bodenverbrauch als Schwäche der Region angeführt ist. „Mit einem prognostiziertem Plus von 22% EinwohnerInnen in den nächsten 20 Jahren in unserem Bezirk, liegt es an den Gemeinden, um sie das auch realisieren. Prognosen können nur eintreffen, wenn sich alle so verhalten. Der Flächenverbrauch wäre enorm. Die Spannungen im Bezirk nehmen zu, weil die Interessenskonflikte mehr werden. Es ist höchste Zeit, dass der sinnlose Verbrauch von Boden nicht so einfach mehr möglich ist. Die Gesetze sind noch zu zahnlos!“

Auch die Grüne Stadträtin Eva Mückstein zeigt sich wegen der Aussagen von Bürgermeister Prinz alarmiert: "Die Beschwichtigungsformeln des Bürgermeisters sind mehr als unglaubwürdig. Er verkauft es als Heldentat, zunächst ein kleineres Gebiet als ursprünglich vorgesehen umgewidmet zu haben. Dabei ist zu befürchten, dass das erst der Anfang ist. Der Vöslauer Masterplan sieht ein riesiges Betriebsgebiet und sinnlose Vernichtung von Boden im Quadratkilometer-Maßstab vor. Auch decken die vom Bürgermeister angesprochenen Grünflächen bei Weitem nicht alle ökologisch interessanten Flächen ab. Der Naturschutz-Sachverständige der Landesregierung empfiehlt deshalb auch die nochmalige Untersuchung des Gebietes auf ökologische Verträglichkeit. Neben der Versiegelung von Boden sind die Feuchtwiesen in diesem Gebiet der Lebensraum für zahlreiche seltene und auf der roten Liste geführte Arten."

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Vize-Bürgermeisterin Dr. Helga Krismer

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